Meine Island Rundreise

Auf engstem Raum bietet die Insel eine Fülle von beeindruckenden Sehenswürdigkeiten. Die Vielfalt reicht von majestätischen Wasserfällen über schwarze Sandstrände bis hin zu faszinierenden Gletschern.

Allein im südlichen Raum könnte man problemlos viele Tage verbringen, so groß und abwechslungsreich ist das Angebot an Naturschönheiten. Die Wasserfälle Skogafoss und Seljalandsfoss versetzen einen in Staunen, die endlosen schwarzen Sandstrände an der Südküste schaffen eine traumhafte Atmosphäre, und die Gletscherzungen erstrecken sich über die Landschaft.

Jeder Tag brachte neue Entdeckungen und unvergessliche Momente. Die Weite der Landschaft, das Spiel von Licht und Schatten, sowie die beeindruckende Stille haben meine Reise zu einem einzigartigen Erlebnis gemacht. Es ist faszinierend, wie die Natur hier in ihrer reinsten Form wirkt und einem das Gefühl vermittelt, am Rand der Welt zu stehen.

 

Niemand kehrt von einer Reise so zurück, wie er aufgebrochen ist

Foto: Beliebte Amphibien-Bootstour
Beliebte Amphibien-Bootstour
Foto: Großer Eisbrocken Jökulsárlón
Schwimmender Eisbrocken- Jökulsárlón

Jökulsárlón ist für mich eine wahre natürliche Kronjuwel Islands. Der Anblick dieses Gletschersees ist schlicht atemberaubend. Das klare, eisige Wasser spiegelt die Gletscherzungen wider, während sich die Eisberge in der Sonne langsam ihren Weg durch den See bahnen.

Der angrenzende schwarze Strand, auch als Diamond Beach bekannt, verleiht dem Ort eine zusätzliche magische Note. Die dort angespülten Eisblöcke sehen tatsächlich aus wie funkelnde Diamanten, die sich auf dem dunklen Sand verteilen. Das Spiel der Sonne auf den glitzernden Eisskulpturen erzeugt eine Szenerie, die fast surreal wirkt.

Es ist, als ob die Natur hier eine eigene Kunstgalerie geschaffen hat, in der das Licht mit den Eisformationen spielt und ein schimmerndes Spektakel entsteht. Der Kontrast zwischen der Dunkelheit des Strandes und der strahlenden Klarheit des Eises macht diesen Ort zu einem wahrhaft einzigartigen Erlebnis. Jedes Mal, wenn ich an Diamond Beach denke, erinnere ich mich an die faszinierende Verbindung von Naturgewalten und der entstandenen Schönheit – eine Erinnerung, die sich tief in mein Reiseerlebnis in Island eingeprägt hat.

 

Foto: Der schwarze Strand mit einem Eisbrocken
Der schwarze Strand mit einem Eisbrocken

Die Gletscherzunge, die zur Lagune hinabführt, liegt geradezu in greifbarer Nähe zum Meer. Die Verbindung zwischen der Lagune und dem Ozean ist hier unmittelbar spürbar. Das Salzwasser des Meeres spielt eine entscheidende Rolle, wenn es darum geht, das Gletschereis zu schmelzen und eine faszinierende Naturshow zu inszenieren.

Die imposanten Eisbrocken, die von der Gletscherzunge abbrechen, gleiten langsam in die Lagune hinab. Dort setzen sie ihre Reise fort, treiben auf dem Wasser und gelangen schließlich hinaus auf den Ozean. Die atlantischen Wellen brechen über diese schmelzenden Eisriesen herein, formen skulpturale Strukturen und spülen sie an den schwarzen Vulkanstrand, der sich entlang des Ufers erstreckt.

Das Zusammenspiel von Gletschereis, Lagune, Ozean und dem schwarzen Vulkanstrand erzeugt eine einzigartige Szenerie. Die Kontraste zwischen dem klaren Eis, dem tiefen Blau des Meeres und dem dunklen Vulkanstrand sind geradezu traumhaft schön. Es ist, als ob die Natur hier selbst eine kunstvolle Choreografie inszeniert, bei der das Eis seine Reise fortsetzt und die Wellen am Strand die Hauptrolle spielen.

Foto: Jökulsárlón-Gletscherlagune als Drehort für Filme
Jökulsárlón-Gletscherlagune als Drehort für Filme

Die eisige Landschaft hat viele Filmemacher inspiriert.

Neben den beiden James Bond-Streifen („Stirb an einem anderen Tag“ und „Im Angesicht des Todes“) und Tomb Raider, die an der eisigen Lagune gefilmt wurden, diente Island auch als Kulisse für „Batman Begins“ and „Interstellar“; diese wurden am nahe gelegenen Svínafellsjökull-Gletscher im Vatnajökull-Nationalpark gedreht.

Foto: Jökulsárlón-Gletscherlagune
Jökulsárlón-Gletscherlagune

Die Fahrt zur Jökulsárlón-Gletscherlagune kannst du entweder im Rahmen einer organisierten Tour unternehmen oder auf eigene Faust dorthin fahren. Die Autofahrt verspricht alles andere als Langeweile, insbesondere wenn du die landschaftlich reizvolle Strecke von Reykjavík zum Gletschersee wählst, die etwa 5-6 Stunden dauert.

Während der Fahrt durchquerst du atemberaubende Landschaften, darunter die beeindruckenden Wasserfälle Seljalandsfoss und Skógafoss, den schwarzen Strand Reynisfjara, den Mýrdalsjökull-Gletscher und den Vulkan Eyjafjallajökull. Da es entlang der Strecke so viel zu entdecken gibt, schlage ich dir verschiedene Selbstfahrer-Routen vor, wie zum Beispiel eine 6-tägige Mietwagen-Rundreise entlang der Südküste und des Golden Circle im Sommer. Im Winter kannst du eine ähnliche 6-tägige Tour in Erwägung ziehen, die auch den Besuch einer Eishöhle einschließt. Wenn du deinen eigenen Reiseplan erstellen möchtest, stehe ich dir gerne zur Seite, um einen geeigneten und kostengünstigen Mietwagen zu finden.

Ein besonderes Highlight einer Winterreise ist die Chance, die Nordlichter zu sehen. Lass dich also nicht vom rauen Wetter abschrecken und erkunde dieses Juwel der isländischen Natur in all seiner Pracht!

Ich hoffe sehr, dass dir dieser Beitrag gefallen hat. Schau dir gerne auch meine anderen Beiträge aus Island an. Erfahre alles über Reykjavik, Sehendwürdigkeiten und Highlights in den verschiedenen Regionen der Insel.